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Bequem und sicher horizontiert
Der Vorteil dieses Instrumentes liegt in der automatischen Horizontierung der Ziellinie. Es
genügt, allein die Dosenlibelle zu zentrieren. Der Beobachter wird so vom zeitraubenden Einstellen einer Nivellierlibelle befreit. Er kann sich so vermehrt auf das sichere Ablesen der
Latte konzentrieren.
Der Kompensator besteht im wesentlichen aus einem hängenden Pendel mit Prisma, das über kreuzweise angeordnete, vorgespannte Aufhängebänder gehäusefest verbunden und zwischen Fokussierlinse und Fadenkreuzplatte eingebaut ist. Die Bänder bestehen aus einer Speziallegierung, die auch bei extremen
Temperaturen einen gleichbleibenden
Ablauffaktor garantieren. Gegen magnetische Störeinflüsse ist der
Kompensator zusätzlich abgeschirmt.
Sollte die Automatik durch unsachgemässe Behandlung des
Instrumentes wirklich einmal
ausfallen, so kann der Kompensator nach Lösen
von nur drei Schrauben einfach
ausgetauscht werden.
Kontrollknopf – ein Sicherheitsfaktor
Ein Druckknopf unter dem Okular erlaubt dem Beobachter eine wirksame Funktionskontrolle der Automatik. Beobachtet man
die Latte und drückt den Knopf, so sieht man, wie die Ziellinie ausgelenkt wird und dank einer pneumatischen Dämpfung rasch
wieder in ihre horizontale Ruhelage einschwingt. Diese Kontrolle ist sicher und bequem, und das als Provisorium übliche Klopfen am Stativ oder Instrument kann entfallen. Man erkennt hier sofort, ob das Nivellier noch richtig vorhorizontiert ist, da sonst das Pendel nicht schwingt, sondern abrupt gestoppt wird. Es besteht daher immer die Gewähr, dass der Kompensator frei arbeitet.
Fernrohr der Spitzenklasse
Die vergütete, reflexmindernde Optik des Fernrohrs erzeugt selbst bei schlechten Lichtverhältnissen noch gestochen scharfe, kontrastreiche Bilder, eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Nivellement. Die 32fache Fernrohrvergrösserung reicht für die
meisten Anwendungen des NA2 aus. Bei Bedarf kann man über den Bajonettring das Standardokular im Handumdrehen gegen Wechselokulare (40× und 25×) austauschen. Das aufrechte Fernrohrbild lässt sich mit dem Grob- Feintrieb auf jede Distanz mühelos scharfstellen. Der Fokussierknopf ist in Höhe der Stehachse angebracht, so dass das Instrument beim
Fokussieren nicht verschwenkt wird.
Das Fadenkreuz hat rechts vom Vertikalfaden den üblichen Horizontalstrich zur Ablesung an der Latte und links für Präzisionsnivellements einen Keilfaden zum bequemen Einstellen des Teilstriches einer Invarlatte. Das Fadenkreuz ist mit
Distanzstrichen 1:100 für tachymetrische Aufnahmen ausgestattet. Der Lattenabschnitt in Zentimetern entspricht somit der
gesuchten Horizontaldistanz in Metern. Eine Reibungsklemme erleichtert das Grobzielen über die Visierleiste. Zur Feinzielung dient ein endloser Feintrieb mit je einem Bedienungsknopf an beiden Seiten. Im Behälter des Instruments ist eine Sonnenblende untergebracht, die bei starkem Gegenlicht auf das Fernrohrobjektiv gesteckt wird.
Schwankender Boden – kein Problem
Es ist ein Vorteil jedes automatischen Nivelliers, dass es auch das Nivellieren auf einer leicht schwankenden Unterlage noch zulässt, wo sonst die Libellenblase immer wieder «nachzieht». In besonderen Fällen ist man sogar in der Lage, langsame Schwingungen auszumitteln, indem man kontinuierlich die Latte beobachtet und das Maximum und Minimum der schwingenden Unterlage beobachtet. Auch eine Kippung, etwa durch leichtes Einsinken der Stativbeine während der
Beobachtung, wird durch die automatische Horizontierung kompensiert.
Winkelmessen mit dem NAK2
Das Modell NAK2 besitzt einen staubgeschützten Horizontalkreis aus Glas. Er kann von Hand mit Hilfe eines Rändelringes auf jede gewünschte Ausgangsablesung eingestellt werden, was für Winkelabsteckungen vorteilhaft ist. Der Kreis ist in ganze
Grade geteilt und wird am Skalenmikroskop, links neben dem Fernrohrokular, abgelesen. Durch Messen von Richtung Distanz und Höhe können so im flachen Gelände Detailpunkte lage und höhenmässig aufgenommen oder abgesteckt werden.
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